Du willst dein WLAN verbessern, weil das Internet mal wieder im falschen Moment ruckelt? Ob beim Streaming, Zocken oder im Video-Call – wenn das WLAN nicht mitspielt, nervt das ganz schön. Die gute Nachricht: Du kannst mit ein paar einfachen Tricks schon viel erreichen, ganz ohne Technik-Studium.
Manchmal liegt das Problem nur am falschen Platz für den Router oder daran, dass dein Gerät auf einem überfüllten WLAN-Kanal funkt. Auch ältere Hardware kann das Netzwerk ganz schön ausbremsen – ohne dass man es direkt merkt.
In diesem Artikel zeige ich dir sieben einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeiten, mit denen du dein WLAN zu Hause deutlich stabiler und schneller machen kannst. Egal, ob du im Altbau wohnst oder einfach in jedem Raum gutes WLAN willst – hier findest du die passenden Tipps.
Router richtig platzieren – So holst du das Maximum aus deinem Signal

Der Standort deines Routers hat einen viel größeren Einfluss auf die WLAN-Qualität, als viele denken. Steht das Gerät ungünstig, nützt dir auch der beste Tarif nicht viel. Deshalb: Raus aus der Ecke und weg vom Boden.
Idealerweise platzierst du den Router möglichst zentral in deiner Wohnung – also dort, wo sich das WLAN gleichmäßig in alle Richtungen verteilen kann. Je freier er steht, desto besser. Hindernisse wie dicke Wände, Metallregale oder große Möbelstücke stören das Signal.
Vermeide außerdem folgende typische Fehler:
- Nicht hinter dem Fernseher verstecken – das blockiert das Signal.
- Keine Platzierung im Schrank – auch wenn’s ordentlicher aussieht.
- Nicht direkt neben anderen Geräten wie Mikrowellen oder Lautsprechern – die können stören.
Am besten steht der Router leicht erhöht, zum Beispiel auf einem Regal. So „strahlt“ das Signal besser durch den Raum.
Wenn du mehrere Etagen hast, solltest du den Router möglichst auf halber Höhe zwischen den Stockwerken aufstellen – z. B. im Treppenhaus. So erreichst du beide Etagen halbwegs gleichmäßig.
Mit ein bisschen Ausprobieren kannst du oft schon durch einen besseren Standort deutlich stabileres WLAN bekommen – ganz ohne neues Gerät.
Tipp: Falls dein Router schlecht steht, hilft eine Wandhalterung wie dieses Modell*. Damit bringst du ihn genau dahin, wo er das beste Signal liefern kann.
WLAN-Kanal wechseln – Funkstörungen erkennen und vermeiden
Wusstest du, dass dein WLAN mit dem deiner Nachbarn zusammenstoßen kann? Besonders in Mehrfamilienhäusern funken oft viele Router auf denselben Kanälen. Das sorgt für Störungen, langsamere Verbindungen und Verbindungsabbrüche – selbst wenn dein Signal eigentlich stark genug wäre.
WLAN arbeitet auf festen Frequenzen, die in sogenannte Kanäle unterteilt sind. Wenn zu viele Netzwerke denselben Kanal nutzen, wird’s eng in der Leitung. Die Lösung: Den Kanal manuell wechseln.
Dazu musst du dich in die Benutzeroberfläche deines Routers einloggen. Bei einer FRITZ!Box geht das zum Beispiel über „fritz.box“ im Browser. In den WLAN-Einstellungen findest du die Option für den Kanalwechsel. Manche Router wählen den Kanal automatisch – doch das funktioniert nicht immer optimal.
Wenn du wissen willst, wie viele Netzwerke um dich herum auf welchem Kanal funken, kannst du Tools wie WiFi Analyzer (für Android) oder inSSIDer (für Windows) nutzen. Sie zeigen dir genau, welche Kanäle überfüllt sind.
Tipp: Im 2,4-GHz-Bereich solltest du möglichst einen der Kanäle 1, 6 oder 11 wählen – die überlappen sich nicht mit anderen. Noch besser: Wenn deine Geräte es unterstützen, wechsel auf das 5-GHz-Band. Dort gibt es mehr Kanäle und meist weniger Störungen.
Router wie der TP-Link Archer AX10* wechseln automatisch auf weniger belegte Kanäle – ideal, wenn du keine Lust auf manuelles Einstellen hast.
Veraltete Geräte als Bremse? Warum Hardware-Updates oft entscheidend sind
Auch wenn dein Internetanschluss schnell ist, kann alte Hardware das WLAN ausbremsen – und zwar deutlich. Besonders ältere Router oder Endgeräte unterstützen oft nur veraltete WLAN-Standards, die langsamer und störanfälliger sind.
Ein Router, der noch nach dem Standard WLAN 4 (802.11n) arbeitet, kommt bei heutigen Anforderungen schnell an seine Grenzen. Moderne Geräte nutzen WLAN 5 (802.11ac) oder sogar WLAN 6 (802.11ax). Diese Standards ermöglichen höhere Datenraten, stabilere Verbindungen und eine bessere Reichweite – vor allem, wenn mehrere Geräte gleichzeitig online sind.
Auch bei Notebooks, Smartphones oder Smart-TVs kann veraltete WLAN-Technik zum Problem werden. Wenn möglich, solltest du schauen, ob deine Geräte aktuelle WLAN-Versionen unterstützen. Oft lässt sich ein älteres Notebook zum Beispiel mit einem USB-WLAN-Adapter einfach und günstig aufrüsten.
Übrigens: Nicht nur das Alter spielt eine Rolle, sondern auch die Position des Geräts im Netzwerk. Wenn dein alter Fernseher das WLAN stark beansprucht, obwohl er nur im Standby läuft, kann das Auswirkungen auf andere Geräte haben. Hier hilft es, gezielt energiehungrige oder dauerhaft verbundene Geräte zu prüfen – und wenn nötig vom Netz zu nehmen oder zu ersetzen.
Mit Repeatern und Mesh-Systemen das WLAN sinnvoll erweitern

Wenn dein WLAN in bestimmten Räumen einfach nicht ankommt, hilft oft nur eine Erweiterung des Netzwerks. Dafür gibt es zwei bewährte Möglichkeiten: klassische WLAN-Repeater und moderne Mesh-Systeme.
Ein WLAN-Repeater nimmt das Signal deines Routers auf und sendet es weiter. Das funktioniert gut, solange der Repeater selbst noch ein starkes Signal empfängt. Wichtig ist, dass du ihn nicht zu weit entfernt vom Router aufstellst – ideal ist ein Platz etwa auf halber Strecke zwischen Router und dem Raum, in dem du besseren Empfang brauchst.
Noch besser funktioniert ein Mesh-System. Dabei arbeiten mehrere Geräte – meist ein Hauptgerät und ein oder mehrere Satelliten – nahtlos zusammen. Du hast ein einheitliches WLAN, und deine Geräte wechseln automatisch zur stärksten Verbindung. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du in einem großen Haus wohnst oder viele Räume mit WLAN versorgen willst.
Viele moderne Router, wie die FRITZ!Box oder Systeme von TP-Link, bieten inzwischen Mesh-Funktionen an. Wenn du ohnehin über ein Upgrade nachdenkst, lohnt es sich, direkt auf ein Mesh-fähiges Gerät zu setzen.
Egal ob Repeater oder Mesh – mit der richtigen Platzierung kannst du dein WLAN gezielt dorthin bringen, wo du es brauchst.
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Powerline-Adapter als Alternative bei dicken Wänden und Altbau
In manchen Wohnungen oder Häusern stößt WLAN einfach an seine Grenzen. Dicke Wände, Stahlbeton oder verwinkelte Grundrisse machen es dem Funksignal schwer, zuverlässig von Raum zu Raum zu gelangen. Genau hier können Powerline-Adapter eine praktische Lösung sein.
Powerline nutzt die vorhandenen Stromleitungen in deiner Wohnung, um das Internetsignal zu übertragen. Du steckst einen Adapter in eine Steckdose in der Nähe des Routers und verbindest ihn per Netzwerkkabel. Der zweite Adapter kommt in den Zielraum – und schon hast du dort Internet, entweder über LAN oder sogar mit integriertem WLAN.
Der große Vorteil: Du musst keine Kabel verlegen und bist nicht auf gute Funkverbindungen angewiesen. Besonders in Altbauten oder Häusern mit dicken Wänden kann das zuverlässiger funktionieren als klassische WLAN-Repeater.
Wichtig ist, dass beide Adapter am gleichen Stromkreis hängen. Bei sehr alten Elektroinstallationen kann es vorkommen, dass die Übertragung nicht stabil läuft – ein kurzer Test zeigt schnell, ob Powerline bei dir funktioniert.
Wenn es klappt, hast du mit Powerline eine einfache und schnelle Möglichkeit, stabile Verbindungen auch in schwierigen Ecken herzustellen – ganz ohne aufwendige Umbauten.
Wenn dein WLAN durch dicke Wände blockiert wird, sind Powerline-Adapter* oft die einfachste Lösung – ganz ohne Bohren.
Gastnetzwerke & Bandbreitenfresser kontrollieren – So bleibt dein WLAN schnell
Ein häufiger Grund für langsames WLAN ist, dass zu viele Geräte gleichzeitig im Netz unterwegs sind – oft ohne dass man es merkt. Smart-TVs, Sprachassistenten, Drucker oder Gäste mit ihren Smartphones nutzen Bandbreite, auch wenn sie gerade nichts aktiv tun. Das kann sich vor allem dann bemerkbar machen, wenn jemand Videos streamt oder große Daten hochlädt.
Eine einfache Möglichkeit, mehr Kontrolle zu bekommen, ist das Einrichten eines Gastnetzwerks. So trennst du fremde Geräte vom Hauptnetzwerk und schützt gleichzeitig deine Daten. Viele Router bieten diese Funktion direkt in den WLAN-Einstellungen an.
Auch lohnt es sich, regelmäßig zu prüfen, welche Geräte aktuell verbunden sind. In der Benutzeroberfläche deines Routers kannst du sehen, was gerade online ist – und eventuell ungenutzte Verbindungen trennen.
Ein weiterer Tipp: Deaktiviere automatische Updates oder Cloud-Synchronisierungen bei Geräten, die im Hintergrund viel Daten übertragen. Wenn mehrere Dienste gleichzeitig Bandbreite ziehen, bleibt für deinen Laptop oder das Streaming oft nicht mehr viel übrig.
Mehr Übersicht und ein gezielter Umgang mit Geräten im WLAN helfen dir, die verfügbare Bandbreite besser zu nutzen – ganz ohne neue Hardware.
Softwareseitig optimieren – Firmware, Treiber & Einstellungen im Griff

Neben der Hardware spielt auch die Software eine wichtige Rolle für ein stabiles WLAN. Veraltete Firmware auf dem Router oder alte Treiber auf deinen Geräten können zu Störungen oder schlechter Performance führen – ohne dass man es direkt bemerkt.
Beginne mit dem Router: Über die Benutzeroberfläche kannst du prüfen, ob ein Firmware-Update verfügbar ist. Diese Updates bringen nicht nur neue Funktionen, sondern beheben oft auch Sicherheitslücken und verbessern die WLAN-Stabilität. Bei vielen Routern lässt sich das Update mit wenigen Klicks anstoßen.
Auch auf deinem Laptop, Smartphone oder Tablet lohnt sich ein Blick auf die WLAN-Treiber. Besonders unter Windows kann ein veralteter Treiber die Verbindung abbrechen lassen oder für niedrige Übertragungsraten sorgen. Die aktuellen Versionen findest du meist auf der Herstellerseite deines Geräts oder Chipsatzes.
Ein weiterer wichtiger Punkt: In den Router-Einstellungen kannst du oft bestimmte Funktionen aktivieren oder deaktivieren, etwa die automatische Kanalwahl, Sendeleistung oder die Frequenzbänder. Wenn du dich hier etwas einarbeitest, kannst du gezielt die Einstellungen anpassen – und so noch mehr aus deinem WLAN herausholen.
Software ist zwar nicht sichtbar, macht aber im Hintergrund oft den entscheidenden Unterschied.
WLAN verbessern mit cleverem Zubehör – Diese Tools helfen wirklich
Manchmal braucht es nur ein kleines Zubehörteil, um das eigene WLAN deutlich stabiler und schneller zu machen. Vor allem dann, wenn du bestimmte Geräte nicht ersetzen, aber ihre Verbindung optimieren möchtest, lohnt sich ein Blick auf praktische Helfer.
Ein gutes Beispiel sind USB-WLAN-Adapter. Wenn dein Laptop oder PC nur langsames WLAN unterstützt, kannst du mit einem Adapter ganz einfach auf einen neueren Standard wie WLAN 5 oder WLAN 6 aufrüsten – ohne das Gerät selbst zu tauschen.
Auch WLAN-Antennen zum Nachrüsten sind eine Option, vor allem bei Desktop-PCs oder Routern mit externem Anschluss. Eine Antenne mit höherer Leistung oder richtungsabhängiger Ausrichtung kann das Signal gezielt verstärken – besonders hilfreich bei größeren Entfernungen.
Für bessere Positionierung lohnt sich außerdem ein Verlängerungskabel für den USB-WLAN-Stick. Damit bringst du den Adapter näher ans Fenster oder weiter weg von anderen Störquellen.
Selbst kleine Dinge wie Netzfilter-Steckdosen können helfen, wenn du dein WLAN mit Powerline-Adaptern nutzt. Sie filtern Störungen aus dem Stromnetz und verbessern damit die Übertragungsqualität.
Das Schöne an diesen Lösungen: Du musst kein Technikprofi sein, um sie einzusetzen. Und oft bringen sie mit wenig Aufwand spürbare Verbesserungen.
- Schutz vor hochfrequenten Spannungen aus dem Netz, die zum Beispiel Brummen verursachen
- Stecker Typ F, inklusive erweitertem Berührungsschutz
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Fazit: So findest du dein perfektes WLAN-Setup
Wenn du dein WLAN verbessern möchtest, hast du viele einfache Möglichkeiten zur Auswahl. Ob durch einen besseren Router-Standort, moderne Technik wie Mesh-Systeme oder ein Software-Update – oft reicht schon eine kleine Veränderung, um spürbar mehr Stabilität zu erreichen.
Welcher Weg bei dir am besten funktioniert, hängt von deiner Wohnsituation, deinen Geräten und deinen Ansprüchen ab. Vielleicht brauchst du nur einen anderen Kanal. Oder du merkst, dass ein Repeater oder Powerline-Adapter die Lösung ist. Wichtig ist: Probieren lohnt sich. Nicht jede Maßnahme funktioniert überall gleich gut – dafür ist jede Wohnung anders.
Nimm dir etwas Zeit, um dein Netzwerk Schritt für Schritt zu optimieren. Achte dabei auf kleine Details und teste, was wirklich hilft. Du wirst schnell merken, wie angenehm es ist, wenn das WLAN einfach läuft – egal in welchem Raum. Und wenn du dabei auf neue Fragen stößt: Es gibt immer noch mehr zu entdecken.